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Lasses‘ Birgitta

Sie wollte einen Toten zum Leben erwecken

Opfer des Aberglaubens


Birgitta, die Geisterbeschwörerin und Ehefrau von Lasse von der Insel Öland, wurde der Hexerei bezichtigt, auf Schloss Kalmar gefoltert und verurteilt. Sie war die erste Frau, die in Schweden wegen Hexerei hingerichtet wurde. Birgitta wurde enthauptet.

Lasses' Birgitta

⛤ 1550, Schweden

Birgitta hatte versucht, einen Toten durch Magie zum Leben zu erwecken. Berichten zufolge betrat sie gemeinsam mit zwei Männern den Kastlösa-Friedhof und führte dort Rituale durch, bei denen sie unter anderem die Kirche umkreiste und durch das Schlüsselloch blies, um die Tür zu öffnen. Sie gestand unter Zwang. Die Männer, die sie begleitet hatten, wurden mit Geldstrafen belegt.

Nach Birgittas Hinrichtung folgte in Schweden eine längere Phase ohne größere Hexenverfolgungen, bevor diese ab 1868 erneut aufflammten. Die letzte Person, die in Schweden wegen Zauberei hingerichtet wurde, war Anna Eriksdotter.

“Also schlecht ist das Weib von Natur, da es schneller am Glauben zweifelt, auch schneller den Glauben ableugnet, was die Grundlage für die Hexerei ist.

Heinrich Kramer, Malleus Maleficarum, 1486


Literatur über Lasses‘ Birgitta: