Die Frau, die Tiere zu sehr liebte
Letztes Opfer der Hexenverfolgungen in Schweden
Anna Eriksdotter aus Bollnäs, die 80-jährige Witwe eines Soldaten, wurde der Hexerei bezichtigt und 1704 zum Tode verurteilt. Sie gestand ohne Anwendung von Folter. Den Namen Rußhexe („Sotpackan„) bekam sie, weil sie gut mit Tieren umgehen konnte. Anna wurde am 15. Juni 1704 hingerichtet.

⛤ 15. Juni 1704, Schweden
Nachdem sie vom Pfarrer als Hausangestellte gekündigt worden war, war sie eine bettelarme Frau, die in der Gemeinde oft um Almosen bat. Der wahre Grund für die Anschuldigungen war ein Streit mit einem Bekannten, der Anna bei einem Sonntagsbesuch Tabak verweigerte. Der nationale Gerichtshof empfahl dem König, Anna eine geringere Strafe aufzuerlegen, da sie schon „alt und verwirrt“ war. Sie ist das letzte Todesopfer der Hexenverfolgungen in Schweden.
„Aus allen Prämissen ist zu schließen, daß die Behauptung gut katholisch und sehr wahr ist, daß es Hexen gibt, welche mit Hilfe der Dämonen, kraft ihres mit diesen geschlossenen Paktes, wirkliche Hexenkünste vollbringen können.“
Heinrich Kramer, Malleus Maleficarum, 1486
Literatur zu Anna Eriksdotter:
Anna Eriksdotter – wikipedia, deutsch
Rose, Variation Anna Eriksdotter – Rose-Biblio