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Katharina Carapatka

Die Kräuterfrau, die dem Richter half, der sie zum Tode verurteilte

Opfer der Hexenprozesse in Trenčín


Die Kräuterfrau Katharina Carapatka aus Rajec wurde der Hexerei beschuldigt, gefoltert und verurteilt. Sie wurde am 25.06.1738 in Trenčín am Scheiterhaufen verbrannt.

Katharina Carapatka

⛤ 25.06.1738, Slowakei
Höchste kirchliche Autorität: Papst Clemens XII.
Höchste weltliche Autorität: Kaiser Karl VI.
Bischof der Region: Nitra/Neutra, Johann Ernst Emanuel Joseph von Harrach

Katharina wurde zum Verhängnis, was sie einst auszeichnete: ihr Wissen und ihre heilenden Fähigkeiten. In ihrer Umgebung war sie für ihre Heilkunst hoch angesehen, und sie galt als Frau, die anderen helfen wollte – so auch dem Richter von Trenčín. Dieser glaubte, Haus und Vieh seien verhext, und suchte Katharinas Rat.

Katharina behandelte Menschen und Tiere mit Kräutern, Erde, Gewürzen und Knoblauch. Dem Richter von Trenčín brachte sie eine Auswahl an Heilpflanzen und mehrere Bündel Erde von einem Ort, den zwei Bäche umflossen. Sie wies ihn an, aus den Kräutern einen Sud zu kochen und das kranke Vieh damit zu waschen. Anschließend sollte er ein verschlossenes eisernes Schloss und ein durchgehendes Hufeisen ohne Löcher, drei Eier und drei ganze Knoblauchköpfe gemeinsam mit einem Pfennig und einigen Gewürzen in einen großen Topf geben, das Ganze mit der verzauberten Erde bedecken und den Topf an einem geeigneten Platz im Hof vergraben.

Doch ihr Wissen und ihre Fähigkeiten wurden Katharina zum Verhängnis. Zum Dank für ihre Hilfe wurde sie zum Tode verurteilt und auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Unter den geistigen Krankheiten steht die Ketzerei ganz oben. Aus ihr ist eine besonders abscheuliche Tochter geboren worden: der Dämonenkult (Dämonolatrie).“
Panoplia Armatvrae Dei, Adversus Omnem Svperstitionvm, Divinationvm, Excantationvm, Daemonolatriam, Friedrich Förner, 1625


Literatur zu Katharina Carapatka:
Knoblauch als Volksheilmittel bei den Slowaken Nordungarns

Quellen:
Panoplia Armatvrae Dei, Adversus Omnem Svperstitionvm, Divinationvm, Excantationvm, Daemonolatriam, Friedrich Förner, 1625