Zum Inhalt springen
Startseite » Hexenverfolgung » Marguerite Poréte

Marguerite Poréte

Musste sterben, weil sie die Kirche infragestellte

Die Wegbereiterin des New Thought


Die Beginenschwester und Mystikerin Marguerite Poréte wurde der Hexerei bezichtigt, verhaftet, gefoltert und in einem Prozess für schuldig befunden. Marguerite wurde in Paris auf dem Scheiterhaufen verbrannt.

Marguerite Porete

⛤ 1. Juni 1310, Frankreich

Hoheitsgewalt: Französische Krone (Kapetinger)
Herrschaftsform: Erbmonarchie
Landesherrschaft: Königreich Frankreich
Reichszugehörigkeit: Nicht zum Heiligen Römischen Reich gehörig
Reichskreiszugehörigkeit: keine
Höchste kirchliche Autorität: Papst Clemens V
Höchste regionale kirchliche Autorität: Erzbischöfe (z. B. der Erzbischof von Reims mit Vorrangstellung für die Krönung der Könige, daneben aber zahlreiche bedeutende Metropoliten wie Sens, Rouen oder Bordeaux).
Höchste weltliche Autorität: König Philipp IV. „der Schöne“
Höchste regionale weltliche Autorität: Herzöge, Grafen und andere Lehnsträger des Königs (z. B. der Herzog der Bretagne, die Grafen von Flandern, die Herzöge von Burgund).
Weitere Beteiligte:

Grund für die Auseinandersetzung mit der Kirche war ein Buch mit dem Titel „Der Spiegel der einfachen Seelen“, das sie geschrieben hatte. Ihr Buch könnte als Wegbereiter der New Thought Bewegung gesehen weden. Marguerite schreibt darin über die Kraft des Geistes und beeinflusste den Theologen und Philosophen Meister Eckhart maßgeblich. Marguerite legt nahe, dass die Seele direkt mit Gott kommunizieren kann, ohne die Vermittlung durch Priester, Sakramente oder die Kirche. Diese Idee stellte die Rolle der Kirche infrage.

Marguerite weigerte sich, ihre Ansichten zu widerrufen und ihr Buch zurückzuziehen, selbst als die Kirche es als ketzerisch verurteilte. Ihre Hartnäckigkeit und Unnachgiebigkeit galten als provokant.

“Vernunft, du wirst immer halb blind sein.”
Marguerite Poréte


Literatur zu Marguerite Poréte: